Ernst Burren Dr Zang im Pfirsich
Ernst Burren, geboren 1944, hat in den 1970-er Jahren vom Solothurnischen her in Gedichten, Geschichten, Monologen und Stücken die helvetische Dialektkultur aufgemischt. Er war neben einem Kurt Marti oder Ernst Eggimann einer von denen, die über unsere ungeschminkte Alltagssprache soziale und mentale Realitäten diesseits von harmlosem Heimatschutz aufgedeckt hat. In Ernst Burrens fast schon berüchtigten Monologen sinnieren kleine Leute meist einfacheren Gemüts über die Mücken und Tücken des Alltags, die kleinen und grossen Lebensplagen. Das wirkt zunächst unfreiwillig bis furchtbar komisch. Aus dem Humor wächst allmählich Horror… früher oder später kann kaum mehr Freude herrschen. Wo bleibt da noch Hoffnung auf Wandel, Verbundenheit mit den Geplagten? Vielleicht wenn wir uns trotz allem berühren lassen von diesen tragikomischen Schieflagen und Schicksalen, denen doch letztlich alle unterworfen sind. ISBN 978-3-033-01050-5 © Hörmal, 3000 Bern 6 Preis: Fr. 29.- (€ 18.-)
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Prolog von Arthur Schopenhauer Das Leben jedes Einzelnen ist, wenn man es im Ganzen und Allgemeinen übersieht und nur die bedeutsamsten Züge heraushebt, eigentlich immer ein Trauerspiel; aber im Einzelnen durchgegangen, hat es den Charakter des Lustspiels. Denn das Treiben und die Plage des Tages, die rastlose Neckerei des Augenblicks, das Wünschen und Fürchten der Woche, die Unfälle jeder Stunde mittels des stets auf Schabernack bedachten Zufalls, sind lauter Komödienszenen. Aber die nie erfüllten Wünsche, das vereitelte Streben, die vom Schicksal unbarmherzig zertretenen Hoffnungen, die unzähligen Irrtümer des ganzen Lebens, mit dem steigenden Leide und Tode am Schluss, geben immer ein Trauerspiel. So muss, als ob das Schicksal zum Jammer unseres Daseins noch den Spott fügen gewollt, unser Leben alle Wehen des Trauerspiels enthalten, und wir dabei doch nicht die Würde tragischer Personen behaupten können, sondern, im breiten Detail des Lebens, unumgänglich läppische Lustspielcharaktere sein. aus ‚Die Welt als Wille und Vorstellung’
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